






Rein gar nichts für schwache Nerven war die Kreisligapartie der Handballerinnen gegen den TSV Birkenau 2. Die Pokalniederlage schien noch nicht ganz verdaut, warnte Trainer Helbig seine Schützlinge doch eindringlich vor der Spielweise des Tabellensechsten. Dadurch löste er womöglich eine Verunsicherung innerhalb der Mannschaft aus, die sie im gesamten Spielverlauf nicht abschütteln konnte. Dabei gestaltete sich die Partie bis zum 5:5 offen.
Dann entwickelte sich ein Katz- und Mausspiel, bei dem sich Birkenau zunächst immer einen Vorteil herausspielte. So konnte der TSV Amicitia Viernheim nach einer Viertelstunde keinen Ball mehr im gegnerischen Gehäuse unterbringen, im Gegenzug war Birkenau gleich vier Mal erfolgreich (9:5). Jetzt schlug die Stunde von Julia Fischer: Sie hatte in der Abwehr ein aufmerksames Auge, um so den Birkenauer Spielfluss zu unterbinden und selbst den Rückstand durch Kontertore zu egalisieren (9:9). Nachdem sich Viernheim nun herangekämpft hatte, entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Einmal warfen sich die Gäste mit einem Tor in Front (11:12), dann war wieder Birkenau am Zug (13:12). Kurz vor Halbzeitende wollte Birkenaus Trainer Gerold Leonhard seiner Truppe die Taktik für die letzten eineinhalb Spielminuten in einer Auszeit vermitteln. Leider wählte er den Zeitpunkt so ungleich, dass das Auszeit-Signal gleichzeitig mit einem geglückten Torwurf ertönte. Der Unparteiische Roland Hohberger, der nicht nur das Publikum mit zum Teil kuriosen Entscheidungen verblüffte, entschied pro Auszeit und erkannte das Tor nicht an. Somit wurden die Seiten beim Stand von 14:13 gewechselt.TSV Amicitia 1906/09 Viernheim e.V.
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