






Mit Brillanz hatte das jüngste Spiel der Handballerinnen gegen die HSG Hemsbach/Sulzbach nicht viel zu tun, trotzdem überzeugten die Sportlerinnen wieder einmal und erzielten mit dem 29:23 erneut zwei wichtige Punkte in Richtung Landesliga.
Im Hinspiel gerieten sie fast unter die Räder und auch jetzt tat sich die Mannschaft unerklärlicherweise viel zu schwer mit dem Gegner. Hemsbach, das mit einem ausgeglichen Punktekonte in die Rudolf-Harbig-Halle kam, verzeichnete zuletzt eine Siegesserie und bestimmte nach der Zwei-Tore-Führung der Gastgeber (2:0) erst einmal das Spielgeschehen. Vor allem über die wendige Carina Link auf Linksaußen, die entweder direkt von ihrer Position oder über einen geschickten Spielzug ins Schwarze traf, schaffte die Handballspielgemeinschaft nicht nur den Ausgleich (2:2), sondern auch die Führung (2:4, 3:5). Viele technische Fehler und eine haarsträubende Torausbeute waren das Manko des Tabellenführers aus Viernheim. Immer wieder fand das Team von Interimstrainer Volker Reinhard ihren Meister in der gegnerischen Torfrau oder ungenaue Pässe landeten vorzeitig in den gegnerischen Händen oder sogar im Aus. Nichtsdestotrotz war der Anschluss beim 5:5 und 6:6 wieder hergestellt. Beim 7:6 durch Svenja Schwarz, die seit der Verletzung von Etat-Kreisläuferin Anke Hofmann als Kreisläuferin auf dieser Position aufblüht, sollte sich das Spiel wenden. Hemsbach/Sulzbach ließ aber nicht locker und war beim 9:9 wieder gleich auf. Doch Viernheim beweist seine Stärke immer wieder im Schlussspurt der ersten Hälfte. Um nicht mit einem Gleich- oder Rückstand die zweite Hälfte zu beginnen, erspielten sich die Handballerinnen in der restlichen Spielzeit Vorteile und gingen mit einer 12:10 Führung in die Halbzeitpause.
Darin haderte Reinhard mit der Abwehrleistung und der fehlende Konzentration im Angriffsspiel und bei den Torwürfen. Er kündigte auch an, die Stammspieler zu entlasten und alle Spielerinnen variabel einzusetzen. So schenkte er Julia Wendel, Jacqueline Fuchs und Sandra Vrdoljak Einsatzzeiten, die ihre Aufgabe sowohl in Angriff und Abwehr zur vollsten Zufriedenheit lösten und sich auch auf dem Spielfeld hervorragend ins Mannschaftsgefüge einfanden. Nach dem Anspiel in der zweiten Halbzeit gelang auch die erste Führung mit drei Treffern. Bis zum 16:13 wollte dieser Vorsprung nicht wachsen. Dann stand Christiane Osada ihrer jüngeren Schwester Steffi in nichts nach und landete einen Torerfolg nach dem anderen. Innerhalb kürzester Zeit stand es 19:14. Durch die nun vorhandene Aufmerksamkeit in der Abwehr und eine hellwache Tanja Froschauer im Viernheimer Gehäuse schickte die Hintermannschaft auch immer wieder Spielerinnen zu Kontermöglichkeiten in Richtung Gegentor. Dabei bewies die angeschlagene Julia Fischer (Grippe) ein ums andere Mal ihre Klasse und gewann ihre Duelle gegen die gegnerische Torfrau. Mitte der zweiten Halbzeit hatten Viernheim die Handballspielgemeinschaft also im Griff und zeigte dem Publikum etwas Wiedergutmachung für die bisher nicht perfekte Darbietung. Beim Stand von 23:17 machten sechs Tore den Unterschied zwischen dem Tabellenführer und dem Vierten der 1. Kreisliga aus. Diese Differenz hatte bis zum Schlusspfiff beim 29:23 Bestand. Vielleicht gelingt in der kommenden Partie am Sonntag um 15.30 Uhr bei der Post SG Mannheim wieder einmal der magische 30. Treffer. Zuvor sind die Damen in närrischer Manier am Freitag- und Samstagabend bei der Handballerfastnacht unterwegs und vor der Partie am Sonntag steht die Sportlerehrung der Stadt Viernheim auf dem Programm. Nach all dieser außersportlichen Anstrengung freut sich das Team über lautstarke Unterstützung in Mannheim.
Aufstellung: L. Komforth und T. Froschauer im Tor, K. Stern, S. Salzmann (3), A. Göth (2), S. Schwarz (3), C. Osada (5), S. Osada (7/3), J. Fischer (4), S. Eder (3), J. Fuchs (1), J. Wendel, A. Hofmann und S. Vrdoljak (1).
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