






Weit in den Kalendern zurückblättern müssen die Handballerinnen des TSV/Amicitia Viernheim, um das Datum der letzten Niederlage festzumachen. Jetzt war es wieder soweit: Bei der TSG Ketsch 1c verloren die Sportlerinnen am Schluss doch sehr deutlich mit 32:21. Dabei hatte sich die Mannschaft einiges vorgenommen:
Nachdem Ketsch am vorletzten Wochenende auch schon den Tabellenzweiten aus Laudenbach besiegte, hätte ein Remis gereicht, um Meisterschaft und Aufstieg bereits frühzeitig unter Dach und Fach zu bringen. Zudem hatte Volker Reinhardt unter der Woche auch sein Engagement als Trainer für die kommende Spielzeit bekannt gegeben. Die Vorzeichen standen also gut. Und diesen wurde die Mannschaft in der ersten Halbzeit auch gerecht: Viernheim erwischte den besseren Start und führte nach vier Minuten 0:2. Ketsch, das im Vergleich zum Hinspiel seinen Kader wieder einmal mit leistungsstarken Spielerinnen aufstockte, schloss wieder auf (2:2).
Doch der erste Durchgang war auf Seiten des Tabellenführers von einem enormem Drang auf das gegnerische Gehäuse gezeichnet. Vor allem Steffi Osada ließ ihre Gegenspielerinnen ein ums andere Mal alt aussehen, überlistete die Abwehr gekonnt und warf ihr Team so wieder in Front (4:5). Doch damit nicht genug, Viernheim hatte einen Lauf und setzte sich auf 4:8 ab. Vier Tore Vorsprung hatten auch beim 5:9 und 6:10 Bestand. Ketsch hatte zu Beginn enorme Probleme das runde Leder hinter Tanja Froschauer im Viernheimer Gehäuse zu platzieren, kam im Spielverlauf aber immer besser in Fahrt Auch wenn Viernheim im Training sein Augenmerk auf die Abwehrarbeit im Hinblick auf die starke Kreisläuferin der TSG gelegt hatte, bekam es Simone Hoffmann von der ersten Minute an nicht in den Griff. Über die Spielstände 8:10 und 10:12 hatte Ketsch beim 12:12 wieder gleichgezogen und beim 13:12 wieder die Führung übernommen. Im letzten Angriff sicherte sich Viernheim einen Siebenmeter, den Steffi Osada zum 13:13 Halbzeitstand sicher verwandelte.
In der zweiten Halbzeit wollte Viernheim mit mehr Dynamik auftreten, immerhin erzielte die Mannschaft vor allem nach schneller Vorwärtsbewegung und einem bewegungsreichen Angriffsspiel seine Tore.
Leider passierte genau das Gegenteil: Wie ausgewechselt präsentierten sich die Sportlerinnen, das Angriffsspiel stagnierte fast komplett und so konnte Ketsch das abspulen, wofür eigentlich Viernheim bekannt ist. Die Ketscher Abwehr stand kompakt und sicher. In der Folge scheiterte Viernheim zum Teil am Zeitspiel oder aber auch an ungenauen Abschlüssen. Die laufstarken Gegnerinnen ließen sich nicht zwei Mal bitten und konterten den Tabellenprimus förmlich aus. Nach dem 19:14 startete dieser zwar eine kleine Aufholjagd, doch diese war nach dem 20:18 auch wieder beendet. Scheinbar saß der Schock zu tief, um sich gegen die drohende Niederlage wenigstens etwas aufzubäumen. Spätestens beim 24:18 war die Vorentscheidung getroffen, mit der doch zu deutlichen 32:21 Niederlage hatte jedoch keiner gerechnet.
Trotzdem fehlt den Handball-Frauen nur noch ein Punkt, den sie nun am kommenden Sonntag um 11 Uhr beim LSV Ladenburg holen wollen.
Aufstellung: L. Komforth und T. Froschauer im Tor, K. Stern, S. Salzmann (1), A. Göth, S. Schwarz (2), C. Osada, S. Osada (12/4), J. Fischer (1), A. Hofmann, S. Beller, S. Eder (1) und M. Brechtel (5).
Lak
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