






Handballerinnen behaupten sich im Derby gegen HG Saase
Viernheim. In Waldbrunn/Eberbach vor Wochenfrist war es der erste Auswärtsstreich der Handballerinnen und der nächste folgte sogleich im Derby gegen die HG Saase. Als Tabellennachbarn hatte die HG Saase (in 2011 neu gegründete Handballgemeinschaft der Vereine TVG Großsachsen, SG Hohensachen und TSG Lützelsachsen) vor der Partie mit einem ausgeglichen Punkteverhältnis leicht die Nase vorne, doch Viernheim wollte sich unbedingt im Mittelfeld der Landesliga etablieren.Nachdem die ersten Treffer auf beiden Seiten recht schnell gefallen waren (2:2), bot die HG Saase zeitweise ein beeindruckendes und wieselflinkes Angriffsspiel und setzte sich auch dank Kontertoren zunächst auf 6:2 ab. Viernheims Abwehrreihe war viel zu statisch, es fehlte jegliche Spritzigkeit um die taktischen Angriffe der Gegner zu unterbinden. TSV/Amicitia-Coach Volker Reinhardt reagierte bereits nach 10 Minuten mit einer Auszeit, was sich als richtiges und wichtiges Signal entpuppte.
Seine Schützlinge wachten auf und kämpften sich über 7:4 und 8:5 bis zum Ausgleich heran (8:8). In der sehr schnellen Partie unter der Leitung des kompetenten Schiedsrichters Arno Kohlbach schaffte Viernheim nach einem offenen Schlagabtausch in der 21. Minute erstmals den Führungstreffer (12:13). Wie in einem Rausch präsentierte sich vor allen Dingen Steffi Osada, die sage und schreibe 17 Treffer zum Auswärtserfolg beisteuerte und die Handballfans zum Halbzeitpfiff ins Schwärmen brachte: Der Unparteiische gewährte den TSV/Amicita-Frauen mit dem Pausenpfiff einen direkten Freiwurf. Osada zimmerte den Ball über die gegnerische Mauer hinweg äußerst präzise ins linke obere Torwarteck und bescherte ihrem Team somit die 16:19 Pausenführung. Die positive Stimmung sollte in der zweiten Halbzeit Ansporn für einen sicheren Auswärtssieg sein. Reinhardt gab die Vorgabe, in der Abwehr eine bessere Beinarbeit zu zeigen und den Vorsprung konzentriert und sicher auszubauen. Doch Viernheim will esspannend machen, der zweite Durchgang war zunächst von großer Hektik auf beiden Seiten gezeichnet. Die Gastgeber kamen früher zur Ruhe und zurück ins Spielgeschehen. Beim 22:22 hatten sie den Ausgleich geschafft und führten beim 25:24 sogar. Der TSV/Amicitia biss auf die Zähne, denn man wusste, dass ein Sieg möglich ist. Erst beim 28:29 hatte er die Nase wieder vorne und sollte sich beim 29:31 in Sicherheit wägen. Jetzt versuchte Jochen Dörsam, Trainer der HG Saase, in einer Auszeit 40 Sekunden vor Spielende, richtungweisende Worte zu finden. Für Viernheim galt es, das gegnerische Spiel zu unterbinden und in einem sicheren Angriff die Zeit herunter zu spielen. Die Methode ging zunächst auf, doch ein technischer Fehler ließ einen letzten Torerfolg zu. Das änderte aber nichts mehr an dem hauchdünnen 30:31 Auswärtserfolg der Handballerinnen, die nächsten Sonntag um 17.30 Uhr beim SV Waldhof die nächsten zwei Punkte auf der Haben-Seite verbuchen möchten.
Aufstellung: L. Komforth und V. Reinhard im Tor, S. Eder (1), J. Fischer (1), M. Brechtel (1), P. Scheidel (7), A. Hoffmann, K. Stern, S. Salzmann (3), S. Schwarz, S. Osada (17/2), S. Beller (1) und K. D’Asseler.TSV Amicitia 1906/09 Viernheim e.V.
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