






Handballerinnen verlieren gegen Weinheim/Oberflockenbach 20:24
Viernheim. Mit vorweihnachtlicher Stimmung hatte die Handballpartie zwischen dem TSV/Amicitia Viernheim und der HSG TSG Weinheim/TV Oberflockenbach nichts zu tun. Dabei hatte Viernheim durch den Sensationssieg beim Tabellenzweiten vor Wochenfrist genug Selbstvertrauen getankt, um auch dem Dritten der Landeliga Nord Paroli zu bieten.
Dabei ist die Geschichte der ersten Halbzeit schnell erzählt: Nach dem ersten Treffer Viernheims wechselte die Führung ständig zwischen beiden Mannschaften hin und her. Beim 7:5 und 8:6 hatte sich der Gastgeber einen Vorteil erspielt, nach dem 8:8 waren die Gäste beim 9:11 überlegen. Es bahnte sich also ein ausgeglichenes Spiel an, dem der Halbzeitstand von 12:12 absolut gerecht wurde.
Volker Reinhardt zeigte sich in der Kabinenansprache mit der Leistung seines Teams zufrieden, kritisierte aber dennoch die etwas zu langsame Abwehr und die Abschlussschwäche im Angriff. Nach dem Seitenwechsel wollten die TSV-/Amicitia-Frauen beide Mankos ausmerzen, doch bereits nach vier Minuten musste man auf die bis dahin erfolgreichste Schützin Steffi Osada verzichten. Vanessa Kohout von der Handballspielgemeinschaft setzte zu einem Tempogegenstoß an und Osada versuchte ihren Lauf zu unterbinden. Die Wege der Beiden kreuzten sich so unglücklich, dass Kohout zu Fall ging und sich eine klaffende Platzwunde zuzog. Schiedsrichter Stefan Stasch hatte keine andere Wahl und disqualifizierte Osada, die sichtlich geschockt über diesen Vorfall war und der keine bösen Absichten unterstellt werden können, für die restliche Spielzeit. Ohne große Nervosität setzten beide Mannschaften das Spielgeschehen fort, Patricia Scheidel trat in die Fußstapfen ihrer Cousine und führte die Angriffsachse an. Am Spielstand hatte sich bis dato im Vergleich zu den ersten 30 Minuten nicht viel geändert, Viernheim spielte sich konstant einen Treffer in Führung, 14:13, 16:15. Nach dem 18:16 wollte sich der TSV/Amicitia Viernheim auf diesem Lauf aufbauen, der Angriff zum dritten Tor in Folge war in vollem Gange, als Scheidel in einer agilen Angriffssituation von den Beinen geholt wurde. Nachdem vom Publikum schon seit Spielbeginn keine Regung zu hören war, erfüllte nun Scheidels Schmerzgeschrei die Halle. Erste Vermutungen bestätigten sich leider am Montag: Das vordere Kreuzband des rechten Knies ist zum wiederholten Mal gerissen und somit steht eine Zwangspause von mindestens einem Jahr an.
In der Folgezeit präsentierte sich die Abwehr, aus der Trainer Reinhardt insbesondere Sarah Eder lobte, zwar als Bollwerk, doch im Angriff konnte die Mannschaft keine Akzente mehr setzen. Trotz der 20:24 Niederlage zeigte sich Reinhardt über den Verlauf der Hinrunde stolz. „Wir haben uns in der Liga etabliert und sind immer ein gefährlicher Gegner. Jetzt gilt es weiter an unserer individuellen Stärke zu arbeiten und jeder sollte eine Schippe drauflegen“, gibt er die Marschroute für die Rückrunde vor, die am 14.01.2011 mit einem Heimspiel gegen den Tabellenprimus aus Heddesheim beginnt.
Aufstellung: V. Reinhard und A. Nagel im Tor, J. Fischer (5), M. Brechtel, P. Scheidel (6/1), A. Hofmann, K. Stern, S. Salzmann (1), S. Schwarz (1), S. Osada (7/1), J. Fuchs und S. Eder. Lak
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