Nachdem man sich auf Viernheimer Seite vor Wochenfrist spielerisch nicht gerade mit Ruhm bekleckern konnte, nahmen sich Matthias Kolander und seine Mannschaft für das Derby und Spitzenspiel bei der HG Saase einiges vor.
Die HG, die sich vorab durch eine ganze Reihe an fehlender Spielerinnen als „Underdog“ betiteln wollte, trat natürlich, was die Leistungsträgerinnen Schückler, Merkel, Fabig und Grössl betraf, in Bestbesetzung an und hatte lediglich das Fehlen einiger Ergänzungsspielerinnen zu beklagen.
Zwar konnte Elisa Leusmann mit dem ersten Viernheimer Angriff das 0:1 erzielen, doch danach begann erst einmal eine kurze Abtastphase beider Teams. Dabei konnte die HG zwischenzeitlich das 3:2 vorlegen, doch die Südhessinnen verschafften sich mit einem 5:1-Lauf zum 4:7 in der 15. Spielminute etwas Luft. Dietrich hatte zu diesem Zeitpunkt bereits vier Tore erzielt und musste sich damit für den Rest des ersten Durchgangs mit einer Manndeckung begnügen. Saase fand mit dieser Deckungsvariante besser ins Spiel verkürzte und ging beim 8:7 sogar erstmals selbst wieder in Führung (20.). In der Folge akklimatisierten sich die VIernheimerinnen erneut und kämpften verbissen um jeden Treffer. Nun wechselte die Führung ständig, doch keine der beiden Mannschaften konnte den Gegner auf Distanz halten. Während die Gastgeberinnen 16 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff ein Tor zum 12:11 vorlegten, sah alles danach aus, als würden sie den Vorsprung über die Zeit bringen. Doch Jennifer Mieley konnte vier Sekunden vor der Sirene egalisieren und die Karten für den zweiten Durchgang somit völlig offenlassen. Die ersten Minuten im zweiten Durchgang waren auf Viernheimer Seite wieder durch einen kleinen „Hänger“ gekennzeichnet. Das Resultat: 17:13 für die Hausherrinnen. In der 34. Spielminute sollte es die Viernheimerinnen noch härter treffen: Leusmann touchierte ihre Gegenspielerin beim Gegenstoß leicht und wurde dafür hart, aber regelkonform mit der roten Karte bestraft. Dies schien jedoch ein Weckruf für ihre Mitspielerinnen zu sein: Die Unterzahl konnte der TSV Amicitia mit 2:0 für sich entscheiden und auf 17:15 verkürzen. Julia Fischer und Lisa Stein besorgten in den Folgeminuten gar den Ausgleich zum 17:17. Bis zum 23:22 blieb das Spiel weiterhin der offene Schlagabtausch, den sich die Zuschauer gewünscht hatten. Danach setzte es jedoch vier Saasemer Treffer in Folge und somit war beim 26:22 rund fünf Minuten vor Spielende bereits eine Vorentscheidung gefallen. Auch ein Resultat zu vieler Einzelaktion auf Viernheimer Seite, die nicht immer den gewünschten Torerfolg brachten. Die HGS hatte jetzt auf jeden Viernheimer Treffer die richtige Antwort parat, stieß im Vergleich zu den Südhessinnen effektvoll in die Lücken und fand immer wieder die freie Mitspielerin, die Vanessa Reinhard im Viernheimer Gehäuse keine Abwehrmöglichkeit ließ. Somit prangte letztendlich der verdiente, aber zum Schluss zu deutlich ausgefallene 30:25 Sieg für Saase von der Anzeigetafel.

Für den TSV Am. Viernheim spielten:
Vanessa Reinhard, Sarah Bäcker; Beatrice Leuthner, Elisa Leusmann (3), Steffi Dietrich (9/5), Jenniger Miele (2), Julia Fischer (3), Lisa Stein (3), Luisa Hoffmann, Vivienne König (2), Franziska Matthias (2), Lena Schaal, Tamara Mohr (1) und Celine Schütz

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