Während der gesamten Begegnung lagen die Viernheimerinnen nie in Front und doch hätten sie nach großem Kampf beinahe noch zumindest einen Punkt auf der Habenseite verbuchen können.
Dabei erzielte die HG Oftersheim/Schwetzingen mit ihrem ersten Angriff gleich das 0:1. Die Viernheimerinnen taten sich auf der Gegenseite schwer und erzielten erst in der sechsten Spielminute den 1:2 Anschluss durch Steffi Dietrich. Julia Fischer konnte das 2:3 besorgen, doch der Angriffsmotor stockte ordentlich. Zu behäbig wurden die Spielzüge vorgetragen, zu einfach ausrechenbar war das Spiel der Südhessinnen. Die Folge: Nach rund zwölf Spielminuten stand es 3:6 für die Gäste, die unbeirrt ihren Stiefel herunterspielten. Franziska Matthias setzte sich zwar erfolgreich zum 4:6 durch, doch erneut hatten die Gäste die richtige Antwort zum 4:7 parat. Erst ein Doppelschlag von Vivienne König und Lisa Stein brachte die Viernheimerinnen beim 6:7 wieder in Schlagdistanz. Es zeichnete sich bei diesen beiden Toren ab, dass die HG’lerinnen zwar selbst gerne die Gegenstöße anliefen, doch in der Rückwärtsbewegung durchaus Schwächen aufzeigten. Doch nach diesem kurzen Aufbäumen verfiel man wieder in Anfangslethargie und ermöglichte dem Gegner einfache Tore zum 6:9 (22.) Nach Lara Günthers Treffer zum 7:10 wurden die Südhessinnen zudem durch eine überharte Disqualifikation gegen König geschwächt. Zu diesem Zeitpunkt waren gerade einmal zwei gelbe Karten verhängt und das Foul nicht außergewöhnlich. Den Siebenmeter verwerteten HG’lerinnen zum 7:11. Dietrich und Stein konnten lediglich bis zum 10:13 Halbzeitstand „mitschießen“, ohne jedoch den Abstand großartig zu verringern. Nach der Pause verschärfte sich die Ausgangslage für die TSV’lerinnen ungemein: Schwetzingen erwischte den besseren Start und warf bis zur 33. Spielminute einen fünf Tore Vorsprung zum 10:15 heraus. Beim 12:18 rund vier Minuten später lagen die Gastgeberinnen gar mit sechs Toren im Hintertreffen. Diesen Abstand konnten die Gäste auch beim 14:20 (43.) noch wahren. Doch in den letzten 17 Spielminuten zeigten die Viernheimerinnen einmal mehr, dass sie, auch, wenn sie keinen spielerischen Sahnetag erwischten, ein Kämpferherz an der richtigen Stelle besitzen. Angefangen bei Vanessa Reinhard, die in der verbliebenen Spielzeit nur noch fünf Gegentore zuließ, über die unermüdlichen Bemühungen ihrer Feldspielerinnen, die es nun besser machten und im Vergleich zu Schwetzingen noch 10 Tore erzielen konnten. Nach dem Tamara Mohr knapp 40 Sekunden vor Schluss tatsächlich den Anschlusstreffer zum 24:25 erzielen konnte, schafften die Viernheimerinnen auch eine weitere Abwehraktion ohne Gegentreffer. Doch die Uhr tickte nun gegen die Südhessinnen, so dass diesen letztendlich nur noch ein direkter Freiwurf blieb, um zu egalisieren. Dies gelang leider nicht, Schwetzingen jubelte über einen glücklichen Sieg und die Viernheimerinnen brauchten sich aufgrund ihrer kampfstarken Leistung sicher nicht schämen.

Für den TSV Am. Viernheim spielten:
Vanessa Reinhard; Beatrice Leuthner, Steffi Dietrich (10/3), Julia Fischer (4/1), Lisa Stein (4), Lara Günther (2), Vivienne König (2), Franziska Matthias (1), Lena Schaal, Tamara Mohr (2) und Celine Schütz

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