In einem von der ersten bis zur letzten Sekunde, von beiden Seiten mit offenen Visier, unglaublich schnell und auf Augenhöhe geführten Spiel, wurde Viernheim in der allerletzten Sekunde einen mehr als hochverdienten Punkt, mit einem spektakulären Spielzug, noch aus den Händen gerissen.

Leider und das ist wirklich mehr als Schade, mussten beide Mannschaften in diesem Spiel unter unverständlichen Entscheidungen der Schiedsrichter leiden, die Viernheim schon in den ersten 90 Spielsekunden mit drei gelben Karten belegten und somit für etwas Irritationen und gebremsten Einsatz sorgten.

Diese übertriebenen Entscheidungen setzten sich in einem mit „normaler“ Härte geführten Spiel bis zum Ende des Spieles fort, in dem Schiedsrichter insgesamt sieben Verwarnungen, dreizehn Zeitstrafen und eine rote Karte gegen Philipp Oswald aussprachen.

Das Viernheim nach der ersten Halbzeit mit zwei Toren im Hintertreffen lag, war für die Trainer Müller/Ritter noch akzeptabel, da ihre Mannschaft meist auf Augenhöhe agierte und sogar ein Übergewicht an Chancen zu verzeichnen hatte.

Aber nach Rouven Müllers Anschlusstreffer, gleich nach dem Wiederanpfiff benötigten die Hausherren kaum mehr als 4 Minuten, um auf 18:13 davonzuziehen, was natürlich bei der Stärke der Gastgeber schon eine Herausforderung für die Mannschaft um Holger Hubert und Co. darstellte. Aber Viernheim zeigte Moral, nahm den Kampf an und schaffte durch Treffer von König, Oswald, Mehl und Willner wieder den Anschluss.

Es wäre sogar noch mehr möglich gewesen, wenn nicht ausgerechnet in Knielingen wieder einige Großchancen ungenutzt geblieben wären.

Ausgerechnet als Philipp Oswald zum 21:21 ausgleichen und Viernheim im Begriff war Oberwasser zu bekommen, verletzte sich, ohne Fremdeinwirkung, Marcel König so sehr, dass das für ihn das Spiel beendet war.

Fast zeitgleich wurden anschließend zuerst Robin Unger für zwei Minuten und Philipp Oswald wegen eines Allerweltsfoul sogar mit Rot des Feldes verwiesen, was die Trainer zwang den Abwehrverband neu auszurichten.

Völlige Unverständnis für diese rote Karte, zumal die Schiedsrichter wenige Minuten zuvor das gleiche Foul an Holger Hubert ungeahndet ließen und in der ersten Hälfte ein Foul an Jan Willner bei einem Konter, eine glasklare rote Karte, ebenfalls nicht ahndeten.

In den letzten 10 Spielminuten konnte sich keine Mannschaft mehr als mit einen Treffer absetzten.

Jeder Treffer wurde umgehend vom Gegner egalisiert, bis zur ominösen letzten Sekunde der 60.Spielminute.

Viernheim schaffte 30 Sekunden vor dem Ende den mehr als verdienten 29:29 Ausgleich aber Knielingen war in Ballbesitz und Trainer Hägele nahm 3 Sekunden vor dem Ende noch eine Auszeit .
Und was keiner in der Halle für Möglich gehalten hatte nahm seinen Lauf.

Mit einem blitzschnell ausgeführten Kempa-Trick wuchtete der Ex-Viernheimer Sven Walther den Ball zum 30:29 für den TVK ins Viernheimer Tor womit das Spiel endgültig entschieden war.

Folgende Akteure waren in Knielingen im Einsatz.
Patrick Koch, Dennis Hoffmann, Florian Rech(5), Pal Megyeri(2), Jan Willner(5), Ronny Unger, Robin Unger(5), Justus Mehl(4), Robin Helbig, Philipp Oswald(2), Rouven Müller(2), Holger Hubert(3), Marcel König(1).

(gv)

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