Am Ende eines hart umkämpften Oberligaspiels der Viernheimer Bulls gegen den Tabellendritten aus Lauterstein konnten sich weder Viernheims Coach Erkan Öz noch Gästetrainer Andreas Frey so richtig über das Unentschieden freuen, da beide Trainer, genau wie die Zuschauer auf der Tribüne, zuvor ein Wechselbad der Gefühle durchleben mussten.

Die leicht favorisierten Gäste aus Lauterstein dominierten in der ersten Halbzeit mit ihrer abgeklärten Spielweise zum größten Teil das Geschehen auf der Platte, aber die Bulls, um den agilen Robin Helbig hielten kämpferisch voll dagegen, so dass die Gäste lediglich einen Treffer mehr beim Pausenpfiff auf der Habenseite verbuchen konnten.

In der zweiten Spielhälfte durften die Hallenbesucher dann ein Wechselbad der Gefühle durchleben. Zunächst blieb Lauterstein alles in allem die etwas abgezocktere Truppe auf der Platte, die sich bis Mitte der zweiten Hälfte, immer in Führung liegend sogar mehrfach eine 4-Tore-Führung erarbeiten konnte und die Viernheimer Fans sich immer mehr mit einer Niederlage vertraut machen mussten. 

Doch mit der Hereinnahme von Nico Klein ins Tor, verbunden mit einer taktischen Umstellung, änderte sich der Spielverlauf zusehends. Nico glänzte sofort mit einigen Paraden, was seine Vorderleute zusätzlich anstachelte und diese mit einem nicht mehr möglich gehaltenen Kraftakt durch Merkel, Clarius, Deege und Helbig bis zur 50. Spielminute zum 25:25 ausgleichen und durch weitere Treffer von Helbig, Beck, Böckly und Clarius bis drei Minuten vor dem Ende sogar zur 30:27-Führung schrauben konnten.

Doch damit war an diesem Samstag die Messe in der Rudolf-Harbig-Halle noch immer nicht gelesen und es sollte für Viernheim nochmals richtig schmerzhaft werden.

Ausgerechnet der bis dato bärenstarke Nico Klein im Viernheimer Tor verletzte sich bei einer Rettungsaktion derart schwer, dass für ihn das Spiel beendet war und die Mannschaft dadurch etwas den Faden und die Übersicht verlor.

Zwei vollkommen unnötige technische Fehler und zu allem Übel eine unnötige 2-Minuten-Strafe für Marco Kimpel wurden zum Knackpunkt in den letzten Sekunden des Spiels, so dass die Bulls bis zum Abpfiff in Unterzahl agierend, nochmals von den Gästen eiskalt bestraft wurden und diese ein alles in allem gerechtes Unentschieden mit nach Hause nehmen konnten.

Große Zweifel bestehen auch am letzten Treffer der Gäste, der womöglich irregulär erzielt wurde. 

Gegen Lauterstein waren folgende Akteure dabei: 

Lars Wilkening, Nico Klein, Robin Helbig (11), Norman Merkel (8), Jacob Clarius (3), Philipp Oswald (3), Marco Kimpel (2), Steven Beck (1), Jonas Böckly (1), Marcel Deege (1), Johannes Kadel, Leon Schaal, Frederik Schmitt, Kevin Welte

g.v.

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