Dass die Bulls nach einem Oberliga-Auswärtsspiel mit leeren Händen die lange Heimreise antreten müssen, ist für die Verantwortlichen rund um die Mannschaft samt der mitgereisten Fans fast schon normal und diesmal erst recht, da die Trauben bei einem Tabellenführer meist noch etwas höher hängen. Doch bei komplett nüchterner Betrachtung des gesamten Spiels, wäre auch in Unterensingen dieses Debakel nicht notwendig gewesen, was die Enttäuschung schon verstärkt, denn Chancen dem Spiel einen anderen Verlauf zu geben, waren in der Summe genügend vorhanden.
Natürlich hat Unterensingen ein bestens eingespieltes Team, die mit ihrer unorthodoxoffenenSpielweiseschon vielen Gegnern und speziell am Samstag den Bulls richtig Probleme bereiten können, aber die Blau-Grünen wussten was in der Bettwiesenhalle auf sie zu kommt und waren entsprechend vorbereitet.
Das Hauptproblem lag einmal mehr an der brutal schwachen Abschlussquote fast aller Akteure der Bulls, die den Keeper der Gastgeber zum besten Spieler auf den Feld werden ließen. Dieser zeigte vom Anspiel weg seine Klasse und ließ die Bulls bei ihren Wurfversuchen, trotz bester Chancen inklusive eines vergebenen Siebenmeters, fast verzweifeln, so dass die Bulls erst in der 11. Minute beim Stand von 5:0 den ersten Treffer durch Norman Merkel erzielen konnten.
Diesen Vorsprung konnten die Gastgeber bis zum Halbzeitpfiff sogar noch auf 16:9 ausbauen und bis zum Schlusspfiff, in einem alles in allem fair geführten Oberligaspiel, locker über die Runden bringen.
Das große Problem der Öz-Mannen lag auch in der zweiten Spielhälfte an der Art und Weise, wie die Bulls im Gegensatz zu ihren Heimspielen, außerhalb der Rudolf-Harbig-Halle jegliches Selbstvertrauen vermissen lassen und die Köpfe zu schnell in den Sand stecken.
Am Ende des Spiels, wo lediglich Marco Kimpel und Freddy Schmitt auf Viernheimer Seite überzeugen konnten, war der Torhüter der Gastgeber mit rund 20 Paraden der Matchwinner für Unterensingen, die mit diesem Erfolg ihre Tabellenführung ungefährdet verteidigen konnten.
Am kommenden Samstag erwarten die Bulls bei ihrem letzten Heimspiel des Jahres 2025 um 19:30 Uhr mit dem TV Hardheim einen direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt, wo ein Erfolg der Öz-Truppe tatsächlich schon eine Pflichtaufgabe sein wird.
Folgende Akteure waren am Samstag im Einsatz:
Lars Wilkening, Patrick Koch, Marco Kimpel (5), Frederik Schmitt (4), Jacob Clarius (3), Norman Merkel (3), Steven Beck (2), Leon Schaal (2), Marcel Deege (1), Robin Helbig (1), Sven Walther (1), Jonas Böckly, Johannes Kadel, Philipp Oswald .
g.v.