Schade, brutal schade für die Bulls, dass sie ihre ordentliche Leistung in Wolfschlugen nicht mit einem Punktgewinn belohnen konnten.
Selbst die Fans der Gastgeber zeigten sich im Anschluss eines unglaublich intensiv geführten Oberligaduells von den Bulls beeindruckt, die im Gegensatz zu den Gastgebern personell arg gebeutelt im absoluten Top-Spiel der Baden-Württemberg-Oberliga antreten mussten und erst wenige Minuten vor dem Ende auf Grund des enormen Kräfteverschleißes beim Tabellenzweiten klein beigeben mussten.
Nein, diesmal gab es wegen der Niederlage keine hängende Köpfe bei den Bulls, denn die personelle Situation war am Samstag alles andere als optimal, um in diesem mit unglaublich hohen Tempo geführten Duell den spielstarken Gastgebern über die kompletten 60 Minuten Paroli bieten zu können.
Es waren am Ende tatsächlich nur Kleinigkeiten, die zu Gunsten der Gastgeber führten, denn die Bulls präsentierten sich bis weit in die zweite Spielhälfte nicht nur gleichwertig, sondern im Spielaufbau etwas reifer und perfekt auf die Gastgeber eingestellt, so dass Viernheim, die ohne ihre Rückraum-Shooter Kimpel, Merkel, Hassanien und Clarius antraten mussten, ihr Spiel geschickt auf die Außenpositionen und den Kreis verlagerte und immerhin 32 Treffer in der Fremde erzielen konnte.
Das Spiel kippte erst Mitte der zweiten Halbzeit, als Viernheims Abwehrboss Marcel Deege beim Stande von 25:25 mit der roten Karte das Feld verlassen musste und in den hochspannenden Schlussminuten weitere drei Zeitstrafen gegen die Bulls ausgesprochen und den Gastgeber in dieser wichtigen Phase fünf Siebenmeter zugesprochen wurden.
Leider ließen die Bulls in dieser Phase selbst zwei Siebenmeter ungenutzt, so dass die Gastgeber beim Abpfiff einen glücklichen Heimsieg mit ihren Fans feiern konnten.
Jetzt heißt es für die Öz/Seib-Mannen den Kopf hochzuhalten und am kommenden Samstag im Derby gegen die Handball-Wölfe aus Plankstadt die verlorenen Punkte aus dem Hinspiel zu revanchieren.
In Wolfschlugen waren folgende Akteure mit dabei:
Lars Wilkening, Max Botterer, Adis Lacic, Steven Beck (9), Robin Helbig (6), Johannes Kadel (6), Jonas Böckly (4), Marcel Deege (3), Sven Walther (2), Leonnard Pfeil (1), Frederik Schmitt (1), Leon Schaal, Simon Schäfer.
g.v.